Nottestament nur nach Vorlesen wirksam (03.09.2010)
Damit ein Nottestament wirksam ist, muss es wortwörtlich dem Erblasser vorgelesen werden. Wird der Text des Testaments nur sinngemäß wiedergegeben, ist das Nottestament nicht wirksam. Dies entschied das Landgericht Nürnberg-Fürth.
(Landgericht Nürnberg-Fürth, Beschluss vom 12.08.2008 - 7 T 5033/08)
(Landgericht Nürnberg-Fürth, Beschluss vom 12.08.2008 - 7 T 5033/08)
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Psychotherapeut verliert Approbation aufgrund seiner Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs (02.09.2010)
Wird ein Psychotherapeut wegen sexuellem Missbrauch seiner Patientinnen rechtskräftig verurteilt, ist ihm grundsätzlich die Approbation zu entziehen. Dies entschied der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg.
(Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 16.06.2010 - 9 S 2530/09)
(Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 16.06.2010 - 9 S 2530/09)
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Bundesverfassungsgericht verhängt erneut Missbrauchsgebühren aufgrund Einlegens einer aussichtslosen Verfassungsbeschwerde (02.09.2010)
Bei Einlegung einer rechtsmissbräuchlichen Verfassungsbeschwerde, die von
jedem Einsichtigen als völlig aussichtslos angesehen werden muss, muss sowohl
der Beschwerdeführer selbst als auch sein Bevollmächtigter mit der
Verhängung einer Missbrauchsgebühr rechnen. Dies geht aus einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hervor.
(BVerfG, Beschluss vom 06.07.2010 - 2 BvR 1354/10 und 2 BvR 1465/10)
(BVerfG, Beschluss vom 06.07.2010 - 2 BvR 1354/10 und 2 BvR 1465/10)
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LG Duisburg: Vermieter muss Wasserrohre nicht regelmäßig inspizieren (02.09.2010)
Ein Vermieter ist nicht dazu verpflichtet, Wasserrohre regelmäßig einer Generalinspektion zu unterziehen. Entsteht durch ein undichtes Rohr ein Wasserschaden, hat der Mieter in der Regel keinen Anspruch auf Schadensersatz. Dies entschied das Landgericht Duisburg.
(Landgericht Duisburg, Urteil vom 18.05.2010 - 13 S 58/10)
(Landgericht Duisburg, Urteil vom 18.05.2010 - 13 S 58/10)
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Elektroroller im Büro aufgeladen – Kündigung unwirksam (02.09.2010)
Die Kündigung eines Angestellten wegen des Aufladens eines Elektrorollers im Büro ist unwirksam. Die Kosten von 1,8 Cent für den rund eineinhalbstündigen Ladevorgang rechtfertigt keine Entlassung. Dies entschied das Landesarbeitsgericht Hamm.
(Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 02.09.2010 - 16 Sa 260/10)
(Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 02.09.2010 - 16 Sa 260/10)
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OLG Stuttgart legt Bundesgerichtshof Frage zur Entscheidung über Fortdauer der Sicherungsverwahrung vor (02.09.2010)
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat im Verfahren über den Antrag eines Verurteilten auf Freilassung aus der Sicherungsverwahrung die Sache dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorgelegt.
(Oberlandesgericht Stuttgart, Beschluss vom 19.08.2010 - 1 Ws 57/10)
(Oberlandesgericht Stuttgart, Beschluss vom 19.08.2010 - 1 Ws 57/10)
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BFH zu Billigkeitsmaßnahmen bei unternehmerbezogenen Sanierungen (02.09.2010)
Billigkeitsmaßnahmen sind nach den Vorgaben des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 27. Mai 2003 nur in Fällen von unternehmensbezogenen Sanierungen, mit denen das Unternehmen selbst vor dem Zusammenbruch bewahrt werden soll, möglich; unternehmerbezogene Sanierungen, bei der der Schuldenerlass den Steuerpflichtigen persönlich zugute kommen soll, werden nicht erfasst. Dies entschied der Bundesfinanzhof.
(BFH, Urteil vom 14.07.2010 - X R 34/08)
(BFH, Urteil vom 14.07.2010 - X R 34/08)
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Rauchverbot in spanischem Hotel ist kein Reisemangel (02.09.2010)
Spanien-Urlauber müssen damit rechnen, dass Hotels auf ihrem Gelände das Rauchen verbieten. Reiseveranstalter sind daher nicht dazu verpflichtet, solche Verbote im Katalog bei jedem Hotel einzeln aufzuführen. Dies entschied das Amtsgericht Duisburg.
(Amtsgericht Duisburg, Urteil vom 25.11.2008 - 51 C 3840/08)
(Amtsgericht Duisburg, Urteil vom 25.11.2008 - 51 C 3840/08)
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Nichteinhaltung der Kündigungsfrist – Kündigungsschutzklage muss binnen drei Wochen nach Zugang der Kündigung erhoben werden (01.09.2010)
Bei einer ordentlichen Arbeitgeberkündigung muss der Arbeitnehmer die
Nichteinhaltung der objektiv richtigen Kündigungsfrist innerhalb der fristgebundenen
Klage nach § 4 Satz 1 KSchG geltend machen, wenn sich die mit zu kurzer Frist
ausgesprochene Kündigung nicht als eine solche mit der rechtlich gebotenen Frist
auslegen lässt. Bedürfte die Kündigung der Umdeutung in eine Kündigung mit
zutreffender Frist, gilt die mit zu kurzer Frist ausgesprochene Kündigung nach § 7...
(BAG, Urteil vom 01.09.2010 - 5 AZR 700/09)
(BAG, Urteil vom 01.09.2010 - 5 AZR 700/09)
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Entziehung der Fahrerlaubnis wegen Amphetamin rechtmäßig (01.09.2010)
Die Entziehung einer Fahrerlaubnis wegen des Konsums von Amphetamin ist zulässig. Der Hinweis auf die Einnahme von „Aspirin Complex” und eine in einem toxikologischen Analyseverfahren mögliche Umwandlung des darin enthaltenen Wirkstoffs Pseudoephedrin in Amphetamin ist wirkungslos, da eine künstliche Bildung von Amphetamin aufgrund der Molekülstruktur des Pseudoephedrins nicht möglich ist. Dies entschied das Verwaltungsgericht Neustadt.
(Verwaltungsgericht Neustadt, Urteil vom 10.08.2010 - 6 K 1332/09.NW)
(Verwaltungsgericht Neustadt, Urteil vom 10.08.2010 - 6 K 1332/09.NW)
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BVerwG: Verbot des Vereins Heimattreue Deutsche Jugend ist rechtmäßig (01.09.2010)
Das Bundesverwaltungsgericht, das in erster und letzter Instanz für nach
dem Vereinsgesetz erlassene Verbote des Bundesministeriums des Innern zuständig
ist, hat die Klage des Vereins Heimattreue Deutsche Jugend - Bund für Umwelt, Mitwelt
und Heimat e.V. gegen das von dem Bundesministerium erlassene Vereinsverbot
abgewiesen.
(BVerwG, Urteil vom 01.09.2010 - BVerwG 6 A 4.09)
(BVerwG, Urteil vom 01.09.2010 - BVerwG 6 A 4.09)
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Auch Fachklinik für psychosomatische Medizin kann zur Zahlung von Fremdenverkehrsbeiträgen verpflichtet sein (01.09.2010)
Auch eine Fachklinik für psychosomatische Medizin muss grundsätzlich einen Fremdenverkehrsbeitrag zahlen. Die Stadt darf dabei aber den ihr bei der Bemessung dieses Beitrags eingeräumten Schätzungsspielraum nicht überschreiten. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg entschieden.
(Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Urteil vom 29.04.2010 - 2 S 2160/09)
(Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Urteil vom 29.04.2010 - 2 S 2160/09)
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BFH zum Abzug von Unterhaltsaufwendungen an im Ausland lebende Angehörige (01.09.2010)
Der Bundesfinanzhof hat seine bisherige Rechtsprechung zur steuerlichen Berücksichtigung von Unterhaltszahlungen an im Ausland lebende Verwandte/Ehegatten modifiziert.
(BFH, Urteil vom 05.05.2010 - VI R 5/09 und VI R 29/09)
(BFH, Urteil vom 05.05.2010 - VI R 5/09 und VI R 29/09)
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"Ping-Anrufe": Betrügerische Täuschung durch Lockanrufe kann strafbar sein (01.09.2010)
Bei Telefonanrufen, bei denen es nur einmal klingelt (so genannte "Ping-Anrufe") und sich
dann bei einem dadurch veranlassten Rückruf bei der angezeigten
Nummer herausstellt, dass dieser nur zu einer kostenpflichtigen
Tonbandansage führt, liegt eine betrügerische Täuschung vor. Das entschied das Oberlandesgericht Oldenburg.
(Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 20.08.2010 - 1 Ws 371/10)
(Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 20.08.2010 - 1 Ws 371/10)
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Hundebellen ist kein Grund zur Mietminderung (01.09.2010)
Mieter können die Miete wegen nachbarlichen Hundegebells allenfalls dann mindern, wenn der Hund regelmäßig und lang anhaltend laut bellt. Gelegentliches Bellen stellt keinen Grund für eine Mietminderung dar. Dies entschied das Amtsgericht Hamburg.
(Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 06.03.2005 - 49 C 165/05)
(Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 06.03.2005 - 49 C 165/05)
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Kommerzielle Veranstaltung türkischer Hochzeitsfeste nicht in jedem Gewerbegebiet zulässig (31.08.2010)
Eine Vergnügungsstätte im bauplanungsrechtlichen Sinn kann vorliegen, wenn eine ca. 800 m² große Veranstaltungshalle mit Platz für 985 Personen, einer angeschlossenen Cafeteria sowie 160 Stellplätzen regelmäßig an jedem Wochenende zur Veranstaltung von Festen für ein größeres Publikum mit bis zu 700 Gästen aus einem überörtlichen Einzugsbereich bei einem Unterhaltungsprogramm und mehrstündigem Abspielen von Musik...
(Verwaltungsgericht Karlsruhe, Urteil vom 11.08.2010 - 5 K 3274/09)
(Verwaltungsgericht Karlsruhe, Urteil vom 11.08.2010 - 5 K 3274/09)
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Stadt muss bei neuer „Stadtmöblierung” nachprüfbares, faires und unparteiisches Vergabeverfahren gewährleisten (31.08.2010)
Eine Stadt, die einen Werberechtsvertrag für eine so genannte „Stadtmöblierung” ausschreibt, hat das aus dem Gemeinschaftsrecht folgende Gleichbehandlungs- und Transparenzgebot zu beachten, was besagt, dass alle Bieter über die gleichen Chancen verfügen müssen und ein nachprüfbares, faires und unparteiisches Vergabeverfahren gewährleistet werden muss. Dies geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz hervor.
(Verwaltungsgericht Mainz, Beschluss vom 30.08.2010 - 6 L 849/10.MZ)
(Verwaltungsgericht Mainz, Beschluss vom 30.08.2010 - 6 L 849/10.MZ)
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BGH: Urteil gegen ehemaligen Bundestagsabgeordneten wegen des Verschaffens kinderpornographischer Schriften rechtskräftig (31.08.2010)
Der Bundesgerichtshof hat die Revision des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss wegen des Besitzes von Kinderpornografie als unbegründet verworfen.
(BGH, Beschluss vom 24.08.2010 - 1 StR 414/10)
(BGH, Beschluss vom 24.08.2010 - 1 StR 414/10)
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Behandlungen im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin nur mit Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz zulässig (31.08.2010)
Wer - ohne Arzt zu sein - Behandlungen im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) durchführt, bedarf hierzu einer Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz. Dies hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden.
(Verwaltungsgericht Trier, Urteil vom 18.08.2010 - 5 K 221/10.TR)
(Verwaltungsgericht Trier, Urteil vom 18.08.2010 - 5 K 221/10.TR)
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Verkennung einer Notrufsituation: Fristlose Kündigung trotz pflichtwidrigen Unterlassens von Hilfestellungen unverhältnismäßig (31.08.2010)
Einem langjährig beschäftigen Arbeitnehmer, der mit der Betreuung und Beaufsichtigung von Internatsgästen betraut ist, kann im Einzelfall nicht wirksam fristlos gekündigt werden, wenn er zwar einer Internatsbewohnerin Hilfestellung hätte leisten müssen, jedoch guten Glaubens einen Sachverhalt unterschätzt und deshalb nichts bzw. zu wenig unternommen hat. Dies entschied das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein.
(Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 16.06.2010 - 3 Sa 144/10)
(Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 16.06.2010 - 3 Sa 144/10)
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