Bei einer unwirksamen Kündigung des Vermieters muss dieser dem Mieter den Schaden ersetzen


Der Vermieter begeht eine schuldhafte Vertragsverletzung, wenn er dem Mieter kündigt und er hätte erkennen können, dass diese Kündigung unwirksam ist. In diesen Fällen ist er dem Mieter zum Ersatz des aus der unberechtigten Kündigung entstandenen Schadens verpflichtet. Der zu ersetzende Schaden umfasst u.a. die Rechtsanwaltskosten, Kosten für die Beschaffung von Ersatzräumen, eine etwaige Mietdifferenz oder die Kosten für den Umzug in die alte Wohnung. Eine Vielzahl von Eigenbedarfskündigungen sind vorgetäuscht, damit der Vermieter die Wohnung verkaufen kann oder einen renitenten Mieter los wird. Ebenso gibt es eine Vielzahl von fristlosen Kündigungen aus fadenscheinigen Gründen, deren einziges Ziel ist, den unliebsamen Mieter loszuwerden oder das Mietobjekt nach Auszug teurer vermieten zu können. Der Vermieter macht sich auch gegenüber dem Mieter schadensersatzpflichtig, wenn er wahrheitswidrig gegenüber dem Mieter den Eigenbedarf nachvollziehbar erläutert und beide Mietvertragsparteien sich aufgrund der ausgesprochenen oder beabsichtigten Eigenbedarfskündigung auf eine Mietaufhebungsvereinbarung einigen. Diese Rechtsprechung will erreichen, dass der Mieter von unberechtigten Kündigungen des Vermieters geschützt wird. Wenn sich der Mieter gegen unberechtigte Kündigungen mit Hilfe eines Anwaltes wehren muss, werden hierdurch nicht unerhebliche Anwaltskosten verursacht. Spätestens wenn der Vermieter diese Anwaltskosten einmal übernehmen muss, wird er sich überlegen, ob er seine Vorgehensweise ändert.